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// 02. August 2019 // Südafrika Teil 2

Port St Johns – Margate – Johannesburg
Der letzte Teil meiner Reiseberichte für diese Tour hat leider etwas gedauert. Ich habe mich wahrscheinlich durch das Festhalten auf dem Boot an der rechten Hand verletzt und kann ein paar Finger nicht richtig bewegen. Das ist wahrscheinlich nur eine Entzündung oder Muskelverhärtung, aber es nervt und erschwert die Schreiberei.
Im Anschluß an den Sardine Run fuhren wir von Port St Johns nach Margate, um noch ein paar Haitauchgänge zu machen. Bei einem baited dive wird eine Geruchsspur gezogen und ein Behälter mit Fischabfällen an einer Boje abgehängt. Die Haie riechen das kilometerweit und kreisen dann um den Köder. Interessant ist, dass elektrische Quellen, wie zum Beispiel Lampen, attraktiv für Haie sind. Immer, wenn ich meine Lampe anmachte, kamen die Haie direkt auf mich zu und drehten erst im letzten Moment ab. So kriegt man prima Portraits. Einer der Haie erinnerte mich an „Findet Nemo“, wenn Ihr die Bilder anseht, wisst Ihr bestimmt, welchen ich meine.  An den Protea Banks Southern Pinnacle gibt es aber auch Höhlen, in welchen stationär Sandtiger zu finden sind. Diese Tauchgänge liess ich allerdings aus, um meine Hand nicht weiter zu strapazieren und ausserdem hatte ich das schon bei meinem letzten Besuch gesehen.
Wir machten natürlich auch diverse Ausflüge und aßen ganz hervorragend in verschiedenen Restaurants. Dabei fielen mir die witzigen Toiletten auf. Im Oribi Gorge Nature Reserve gibt es zum Beispiel den längsten „Long Drop“ Afrikas. Das ist eine öffentliche Toilette über einem tiefen Abgrund. In einem Restaurant, das früher wohl ein Wohnhaus war, stand noch die Badewanne im WC. Wir hatten jedenfalls noch viel Spaß zusammen und werden hoffentlich in Kontakt bleibe.
Nachdem unsere Tauchgruppe sich aufgelöst hatte, blieb ich noch ungefähr eine Woche bei Brigit und Holger, Deutschen Auswanderern mit einem wunderschönen Haus und Ferienwohnungen in Margate, weil Heinrich einen Komplettservice brauchte und auch öfters mal „erhöhte Temperatur“ hatte. Alle Flüssigkeiten wurden getauscht, Filter gewechselt, abgeschmiert, Schrauben festgezogen, ein Leck im Zusatztank repariert, Stossdämpferbuchsen getauscht und auch der Kühler war nicht mehr zu retten. Komplett verdreckt und zugesetzt. Während Heinrichs Wellnessurlaub kümmerten sich meine Gastgeber unglaublich liebenswürdig um mich. Holger machte viele Ausflüge mit mir und fuhr mich ständig zur Werkstatt und zurück, wir gingen Essen oder grillten mit Nachbarn. Ein ganz großes Dankeschön dafür – ich habe mich bei Euch wie zuhause gefühlt!
Nachdem Heinrich wieder fit war, fuhr ich nach Johannesburg, um zu parken und heimzufliegen. Das war eine super Tour mit vielen Abenteuern, tollen Begegnungen und Erfahrungen, unterschiedlichsten Landschaften und Tieren, zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Nach drei Monaten unterwegs habe ich mich jetzt aber auch sehr auf zuhause gefreut. Weiter geht es wahrscheinlich irgendwann im Oktober mit Zambia, Tansania und Kenia. Bis dann, dann …

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